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Seit mehr als 225 Jahren ist die 1780 gegründete „Neue Zürcher Zeitung“ ein bürgerlich- liberales Qualitätsblatt mit nationalem Anspruch und internationaler Ausstrahlung. Auf dem schweizerischen Medienmarkt nimmt das traditionsreiche Verlagshaus mit weiteren Zeitungsbeteiligungen (u.a. „St. Galler Tagblatt“, „Neue Luzerner Zeitung“, „Der Bund“), der Monatszeitschrift „NZZ Folio“ sowie seit 2002 mit der Herausgabe der „NZZ am Sonntag“ eine führende Rolle ein. Daneben unterhält die „Neue Zürcher Zeitung“ Druckereien, Buchverlage und produziert TV-Sendungen, die in der Schweiz und Deutschland ausgestrahlt werden. Derzeit sind mehr als 1.200 Mitarbeiter bei dem Medienunternehmen beschäftigt, die einen Gesamtumsatz von fast 500 Millionen Franken erwirtschaften. Die Hauptausgabe „Neue Zürcher Zeitung“ erscheint täglich von montags bis samstags in einer Gesamtauflage von fast 150.000 Exemplaren, die wöchentliche Sonntagsausgabe NZZ am Sonntag in einer Auflage von mehr als 115.000 Exemplaren.

 

STATEMENT

Interview mit Carlo Gnos, Leiter der Abteilung "News Betreuung" bei der Neue Zürcher Zeitung AG über die Einführung von ClassWizard.

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Ansprechpartner für die Presse

Jörg Schiessler (Geschäftsführer)
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NZZ stellt auf ClassWizard um: Nahtlose Integration bei laufendem Betrieb

Im September 2006 hat die „Neue Zürcher Zeitung AG“ ClassWizard für den gesamten Anzeigenumbruch eingeführt. Das renommierte Medienunternehmen verspricht sich dadurch eine höhere Produktivität, weniger Arbeitsaufwand und eine Annäherung des Anzeigenschlusses an den Drucktermin. Bereits nach wenigen Wochen zeichnet sich ab, dass ClassWizard diesen hohen Ansprüchen mehr als gerecht wird.

Das Blattplanungs-Team der NZZ (v.l.n.r.): Heinz Müller, Philipp Müller, René Sommer und Daniel Hausold

Die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) und das Redaktionssystem NewsNT sind ein etabliertes Gespann. Bereits seit 1986 ist das Redaktionssystem bei dem Schweizer Traditions-Verlagshaus im Einsatz. Im IT-Zeitalter eine halbe Ewigkeit. Doch beim Anzeigenumbruch stieß das in NewsNT integrierte Modul seit einiger Zeit immer stärker an seine Grenzen. Gerade in puncto Handhabung, Flächenoptimierung und Anbindung ans Internet erwies es sich als nicht mehr leistungsfähig genug. Carlo Gnos, der NewsNT seit seiner Einführung bei der NZZ betreut, kennt das Problem: „Mit dem etablierten System musste im Finish immer noch einiges an Handarbeit geleistet werden. Gerade bei Anzeigenentscheidungen in letzter Minute war diese Vorgehensweise spürbar unbefriedigend.“

Ein neues Umbruchwerkzeug musste her. Und das so schnell wie möglich. Zumal die Anzeigenvermarktung zum Jahresanfang 2006 grundlegend umstrukturiert wurde und allein der Stellenbund mit einem Umfang von durchschnittlich 28 bis 32 Seiten inzwischen einer der größten Stellenmärkte im deutschsprachigen Raum ist.

Gesucht wurde ein System, das alle modernen Ansprüche erfüllt, durch eine hohe Produktivität besticht und umfangreiche Erweiterungsmöglichkeiten bietet. Über die Tochterzeitung „St. Galler Tagblatt“ wurden schließlich diverse Umbruchprogramme in Verbindung mit NewsNT evaluiert. Schnell kristallisierte sich dabei ClassWizard als das System heraus, das in allen Belangen überzeugte. „Bereits am ersten Tag seines Einsatzes beim St. Galler Tagblatt im Oktober 2005 war uns klar, dass wir ClassWizard so schnell wie möglich auch bei der NZZ einsetzen wollen!“, bestätigt Gnos.

Bei der Arbeit mit ClassWizard

Dabei war dem Projektleiter zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, wie unkompliziert sich ClassWizard in die bestehenden NZZ-Arbeitsabläufe einbauen lassen sollte. In weniger als einem Monat wurde der gesamte Anzeigenumbruch der nationalen und internationalen Ausgabe der NZZ sowie der NZZ am Sonntag vom 11. September bis zum 5. Oktober 2006 umgestellt. „Die Integration konnte sogar während des laufenden Betriebes erfolgen“, staunt Gnos. „Es gab nicht einmal die Notwendigkeit, für eine Übergangszeit mit beiden Lösungen parallel weiterzuarbeiten. Aus den Schulungen heraus konnte sofort mit ClassWizard gearbeitet werden.“

Seit Oktober läuft ClassWizard zuverlässig auf derselben Workstation, auf der auch NewsNT installiert ist. Dadurch kann die Blattplanung ohne Laufwege zentral gestaltet werden. Am geschicktesten mit zwei Monitoren: „Wenn sie auf dem einen Bildschirm Ihr Redaktionssystem laufen lassen und auf dem anderen ClassWizzard, können Sie die Anzeigen bequem hin- und herschieben“, erklärt Gnos. Auf diese Weise ergibt sich eine erhebliche Zeitersparnis, da ClassWizard mit Speicherplatz sparenden PDF-Dateien arbeitet und binnen weniger Minuten selbst größere Anzeigen- Aufkommen verarbeiten kann.

Als weiteren Vorzug von ClassWizard nennt Gnos die verbesserte Anbindung ans Internet. Die Anzeigen können jetzt von der Printausgabe für den Online-Auftritt aufbereitet und an den zentralen Vermarkter Publicitas verschickt werden. Früher war das nicht möglich. „Das ist nicht nur hochmodern, sondern spart zusätzlich Zeit und Geld“, weiß Gnos den Vorteil.

Über kurz oder lang plant der gelernte Schriftsetzer durch die neue Technik zudem den Anzeigenannahmeschluss deutlich in Richtung Drucktermin zu verschieben. „Ich sehe ein Einsparpotential von einem Tag als durchaus machbar an. Das wäre ein gewaltiger Fortschritt!“

Firmensitz der Neue Zürcher Zeitung AG in Zürich

Dass die Implementierung im September derart zügig durchgeführt werden konnte, ist sicherlich auch auf die Erfahrungen beim „St. Galler Tagblatt“ zurückzuführen. Dennoch glaubt Gnos, dass dies keineswegs ausschlaggebend war: „Wir benutzen zwar beide das gleiche Redaktionssystem, trotzdem sind die technischen Vorraussetzungen und die redaktionellen Arbeitsabläufe unterschiedlich. Doch ClassWizard ist flexibel genug, um sich an jedes Betriebs- und Redaktionssystem anzupassen.“

Das Fazit des NZZ-Verantwortlichen zum Projektmanagement ist deshalb durchweg positiv: „In allen Bereichen konnten wir unseren Zeitplan einhalten, den Go-Live-Termin sogar um einen Tag vorziehen. Das habe ich in dieser Form bei einem IT-Projekt selten erlebt!“

Während der Umstellung blieb sogar genügend Zeit, nebenbei am Layout einiger Anzeigenrubriken zu feilen. „Das war eigentlich erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant, konnte aber gleich in einem Aufwasch erledigt werden.“

Und einige Ziele, die mit ClassWizard erst 2007 anvisiert werden sollten, befinden sich schon jetzt in der Umsetzung. Etwa in Bezug auf die Flächenoptimierung. Hier konnten schon vom ersten Tag an erstaunliche Ergebnisse erzielt werden: „Bereits bei unserer ersten Ausgabe mit ClassWizard haben wir im Stellenbund bei einem gleich hohen Anzeigenaufkommen zwei Seiten eingespart“, weiß Gnos zu berichten.

Der IT-Experte ist sich daher sicher, dass sich die Anschaffungskosten schon sehr bald amortisieren werden. Durch die Flächenoptimierung und die geplanten Anpassungen des Anzeigenannahmeschlusses rechnet er mit einem Return on Investment von weniger als zwei Jahren. Von ClassWizard ist Gnos sogar so überzeugt, dass er neben dem Einsatz als Werkzeug für den Anzeigenumbruch für die Tageszeitungen nun auch bei den geplanten Magazinen des Verlagshauses in der Blattplanung eingesetzt werden soll: „Momentan arbeiten wir an der technischen Umsetzung im Verbund mit dem Zeitschriften-Redaktionssystem K4. Auch hier ist ClassWizard das Mittel der Wahl.“

DIE PROJEKT-HIGHLIGHTS
  • Ablösung des bisherigen Anzeigenumbruchmoduls durch ClassWizard
  • Gesamtproduktion der Anzeigen in NewsNT und ClassWizard für den Anzeigenumbruch
  • Komplette Umstellung des Anzeigenumbruchs für die NZZ und die NZZ am Sonntag
  • Zeitersparnis durch automatisierten Seitenoutput von ca. 1-1,5 Stunden pro Ausgabe
  • Reduktion der Umfänge der Anzeigenseiten durch Flächenoptimierung
  • Optimierung des digitalen Workflows zwischen Druckmaschine, Redaktionstool und ClassWizard
  • Integration von ClassWizard während des laufenden Betriebes
  • Verschmelzung von NewsNT und ClassWizard zu einem hochintegrierten System auf einem Server
  • Sukzessive Umstellung während der laufenden Produktionsabläufe

 

 
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